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Nationaler Zugangspunkt

Der Grundgedanke ist es, alle wichtigen Informationen, welche ein Servicebetreiber für eine Entscheidungsfindung benötigt, an einer zentralen Stelle zu präsentieren. Somit wird der Datenprovider vor unnötigen Anfragen bewahrt und der Servicebetreiber spart Zeit bei der Suche nach geeigneten Daten.

Im Dezember 2008 veröffentlichte die Europäische Kommission (EK) den Aktionsplan zur Einführung intelligenter Verkehrssysteme in Europa mit dem Ziel, die Einführung intelligenter Verkehrssysteme (IVS) im Straßenverkehr, einschließlich der Schnittstellen zu anderen Verkehrsträgern, zu beschleunigen und zu koordinieren. Hierzu wurden sechs vorrangige Aktionsbereiche definiert und mit konkreten Maßnahmen und einem Zeitplan hinterlegt. Um diesen europäischen Aktionsplan auch in die Umsetzung zu bekommen, wurde am 7. Juli 2010 die IVS-Richtlinie beschlossen, welche den Rahmen zur Einführung intelligenter Verkehrssysteme im Straßenverkehr und für deren Schnittstellen zu anderen Verkehrsträgern aufspannt.

Diese europäische Richtlinie wurde in das nationale IVS-Gesetz (IVS-G) als „Bundesgesetz über die Einführung intelligenter Verkehrssysteme im Straßenverkehr und deren Schnittstellen zu anderen Verkehrsträgern“ übertragen und trat somit in Österreich mit 31.3.2013 als Rahmenwerk für das koordinierte und effiziente Deployment sowie die Nutzung von IVS in Kraft. Herauszuheben ist hierzu, dass sich beim IVS-G um ein Rahmengesetz ohne nationaler Umsetzungsverpflichtung handelt, welches den Rahmen für nachfolgende Delegierte Verordnungen bildet, die in sechs vorrangigen Maßnahmen (EU-weite multimodale Reiseinformation, EU-weite Echtzeit Verkehrsinformation, frei verfügbare sicherheitsrelevante Verkehrsinformation, eCall, Informations- und Reservierungsdienste für LKW Parkplätze) erarbeitet wurden und werden.

Gemein ist fünf der sechs vorrangigen Maßnahmen (eCall sei hier ausgenommen), dass hier die EK primär den Zugang zu Daten und Informationen regeln möchte, um den Markt für IVS-Anwendungen anzukurbeln. Der Aufbau zentraler Informationsdienste für Europa ist jedenfalls nicht geplant.

 

 

Mobilitätsdaten Österreich - Der nationale Zugangspunkt Österreichs