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Ist ein Schlichtungsverfahren kostenfrei?

Leider kann die Schlichtungsstelle Schlichtungsverfahren nicht ohne finanzielle Beteiligung des Beschwerdeführers anbieten. Im einfachsten Fall, dem sogenannten verkürzten Verfahren, kostet das Schlichtungsverfahren in Summe € 2.500,--. Diese Kosten können je nach Komplexität und Aufwand deutlich höher liegen und werden dem Beschwerdeführer von der Schlichtungsstelle in Rechnung gestellt.

Kann ein abgeschlossenes oder eingestelltes Schlichtungsverfahren wieder aufgenommen werden?

Die Wiederaufnahme eines abgeschlossenen oder eingestellten Schlichtungsverfahrens ist nicht möglich. Den Beteiligten steht jedoch jederzeit das Beschreiten des ordentlichen Rechtsweges offen. Die Schlichtungsstelle kann auch Sachverhalte, die länger als zwei Jahre zurückliegen bzw. schon einmal gerichtlich, verwaltungsrechtlich anhängig oder rechtskräftig entschieden sind, nicht annehmen.

Welche Dokumente müssen beim Ausfüllen des Online-Formulars auf jeden Fall mitschicken?

Auf jeden Fall muss das Dokument „Vollmacht & Datenschutzerklärung“ ausgefüllt, firmenmäßig gezeichnet und eingescannt als Attachment des Online-Formulars hochgeladen werden. Ohne dieses Dokument kann die Schlichtungsstelle nicht aktiv werden. Die Vollmacht stellt für die Schlichtungsstelle sicher, dass eine offizielle Ansprechperson im Schlichtungsverfahren vorhanden ist, die das Unternehmen des Beschwerdeführers bei einem Schlichtungsverfahren vertritt.
Mit dem Einverständnis der Datenschutzerklärung wird der Schlichtungsstelle erlaubt, alle für das Schlichtungsverfahren benötigten Daten, Informationen und Dokumente einzuholen, welche natürlich vertraulich behandelt werden. Zusätzlich stimmt der Beschwerdeführer zu, dass Name/Firmenwortlaut, Kurzbeschreibung des Beschwerdegegenstandes gemäß Online-Formular, Beginn und Dauer des Schlichtungsverfahrens, Kosten des Verfahrens und das Ergebnis der Schlichtung zu statistischen Zwecken ermittelt und gespeichert werden.

Wie und wann wird die von der Beschwerde betroffene Partei über das Einreichen eines Schlichtungsantrags informiert?

Im Rahmen der inhaltlichen Prüfung, während der die Schlichtungsstelle alle entscheidungsrelevanten Unterlagen und Informationen einholt, wird auch die von der Beschwerde betroffene Partei über das Vorliegen und den Inhalt der Beschwerde informiert.

Was ist der Vorteil eines Schlichtungsverfahrens über die IVS-Schlichtungsstelle im Gegensatz zu einem Gerichtsverfahren?

Die IVS-Schlichtungsstelle bietet den Vorteil eines schnellen, unkomplizierten und kostengünstigen Gutachtens im Falle von Streitigkeiten zwischen Businesskunden, IVS Dienstanbieter, IVS-Anwender und Datenlieferanten.

Welche weiteren Dokumente/Informationen sind beim Einreichen eines Schlichtungsverfahrens für die Antragsabwicklung hilfreich?

Für eine möglichst schnelle und unkomplizierte Antragsabwicklung des Schlichtungsverfahrens können folgende Informationen hilfreich sein:
Detaillierte Schilderung des Beschwerdegegenstandes (eventuell als separates Dokument im PDF-Format hochladen)
Bilder, Screenshots, etc., welche den Beschwerdesachverhalt klar aufzeigen

Was ist meine Auftragsnummer und wo finde ich diese?

Mit Abschicken des Online-Formulars bekommt jede bei der Schlichtungsstelle eingehende Beschwerde eine Auftragsnummer zugewiesen, welche aus der Jahreszahl und einer fortlaufenden vierstelligen Nummer besteht. Diese Auftragsnummer findet sich im Bestätigungsmail, welches der Beschwerdeführer nach Abschicken des Online-Formulars erhält, wieder. Sie dient der Schlichtungsstelle zur eindeutigen Identifikation der Schlichtungsverfahren und ist wie eine Aktennummer zu verstehen.

Was passiert, wenn die Kosten für das Schichtungsverfahren € 2.500 übersteigen?

Sollten im Schlichtungsverfahren Kosten zum Beispiel durch höheren Aufwand seitens der Schlichtungsstelle oder durch die Konsultation von externen Sachverständigen anfallen, so sind diese vom Beschwerdeführer zu tragen.
Der Beschwerdeführer wird von der Schlichtungsstelle vorab über die, den Betrag von € 2.500 übersteigenden Kosten, informiert und kann die Fortführung des Verfahrens ablehnen, was zur Einstellung des Verfahrens seitens der Schlichtungsstelle führen kann.

Wie und wann erfolgt die Rechnungslegung, sollte es zu einem Schlichtungsverfahren kommen?

Die Rechnungslegung erfolgt nach Abschluss des Schlichtungsverfahrens. Der Rechnungsbetrag ist innerhalb einer 4-wöchigen Zahlungsfrist auf das Konto der Schlichtungsstelle zu überweisen.
Bei längeren Verfahren (über die Dauer von sechs Monaten hinaus) werden alle sechs Monate periodische Teilrechnungen von der Schlichtungsstelle an den Beschwerdeführer gelegt.